kann Schreiben süchtig machen
Innerer Monolog zum Thema Schreiben
Autor: YodaFan
Am Anfang war eine Idee...
ein kleiner Gedanke nur, der aufgeschrieben werden wollte. Auf dem Papier, so dahingeschrieben, wurde er mehr, wurde ein Mehrzeiler, am Ende ein Gedicht.
So blieb es dann stehen, ehe es Tage später verfeinert wurde.
Ein Wort durch ein besseres ersetzt, der Ausdruck geschärft. Ja, es wirkte auf den Schreiber. Sollte das alles sein? Nö!
Es sollte eine größere Wirkung haben, und was bietet sich dafür mehr an als das World Wide Web. Googeln, und siehe da, da gibt es ja soo viele Seiten mit Gedichten.
Posten, einstellen, Wirkung erzielen, Feedback bekommen.
Feedback!
Ja, doch nur anonym.
Besser als gar nichts? Für den Anfang ja, doch es reicht nicht mehr.
Ausserdem drängen die nächsten Gedanken auf`s Papier und in die Tastatur.
Gedichte, Aphorismen, kurze Geschichten, Alltagsbeobachtungen.
Kann Schreiben süchtig machen?
Es ist jedenfalls eine schöne Sucht, die, intensiv an- und wahrgenommen, das Leben bereichert. Mit offenen Augen durch den Alltag streifen, die Phantasie fliegen lassen... was gibt es schöneres?
Ein reales Feedback muss her.
Eines, das sichtbar, hörbar, erlebbar ist.
Lesebühnen in Berlin, Google hilft auch hier.
Das erste Mal vor Publikum lesen, Herzrasen kostenlos.
Top oder Flop? Am Ende die Erkenntnis, für Top muss noch geübt werden.
Ein Flop war es nicht, die Sucht des Schreibens verstärkt es.
Der Suchtfaktor ist hoch, die Freude am Leben ebenfalls.
Ja, Schreiben kann süchtig machen, neue Bekanntschaften bringen, Erkenntnisse gewinnen und den Blick auf sich und seine Umwelt verändern.
Weitermachen lohnt sich also...