yodafan.verlagsfrei.de
www.verlagsfrei.de - der Platz für Autoren, deren Lyrik & Prosa man lesen sollte.

Eine Autorenseite, keinVerlag! Hier kann jeder Autor Gedichte, Freundschaftstexte, Tagebuch, Texte aller Art zB. über:
Zweisamkeit, Leidenschaft, Liebe [ verliebt, Verliebtheit ], Herz oder auch über Trennung, Einsamkeit, Schmerz, Zweifel und Neuanfang - Kurzgeschichten, ein Buch, ein Band oder Reime veröffentlichen. [Autobiographisch muss nicht sein]
verlagsfrei.de protected by Copyscape


Überrraschung

zum Thema Liebe und Hoffnung

Autor: YodaFan

Es sollte ein gemütlicher Abend beim Italiener werden. Er trug eine dunkle Kombination, ein helles Hemd und auf den Binder hatte er verzichtet. So wirkte er sportlich und offen, fand er .
Sie trug die enge schwarze Lederhose, die ihre schlanke Figur betonte und eine weiße Bluse. 
Sie hatten auf der Terrasse einen Platz gefunden,  Rotwein bestellt und genossen die Abendsonne.
„Ich habe hier etwas für dich, ein kleines Geschenk„ lächelte Sibylle ihn an und holte aus ihrer Handtasche einen Umschlag. 
„Ich habe auch etwas für dich“, erwiderte er , griff in die Innentasche seiner Jacke und holte ebenfalls einen Umschlag hervor. 
Beide lasen, sahen sich an und begannen lauthals zu lachen. Sie hatten sich beide eine Einladung für einen Kurzurlaub auf „Rainers Alm „ in Österreich geschenkt.
„Woher kennst du Rainer ?, fragte sie und gluckste immer noch.
„Er ist ein langjähriger Freund von mir, wir haben uns vor 12 Jahren zum ersten Mal gesehen, als ich mit meiner Firma an einer Ausschreibung von ihm teilnahm. Den Auftrag habe ich nicht erhalten, aber wir merkten, dass wir uns sympathisch sind und haben uns immer wieder mal getroffen, das letzte Mal vor 2 Monaten hier in München. Aber woher kennst du ihn?.

„ Über meinen verunglückten  Mann“, sagte sie leise. „Harry war, das habe ich dir ja erzählt, freier Handelsvertreter, und Rainer hat ihm in Österreich so manche Tür geöffnet. Irgendwann wurde mehr aus der Geschäftsbeziehung, wir besuchten uns und wurden Freunde. Du weißt ja, Rainer hatte nie eine Frau.“
Hartmut nickte, das hatte er nie verstanden, warum Rainer allein lebte, er war charmant, vermögend, weltgewandt. 
Die Welt ist ein Dorf, hatte er mit Sibylle gerade wieder festgestellt. 
Sie hatte ihre Hände in seine gelegt und strahlte ihn an, ein Lächeln zum Dahinschmelzen, fand er immer wieder. 
„Wann wollen wir fahren?, fragte er, „ ich habe nächste Woche noch einige Termine,  übernächste Woche könnte ich mich hier aus dem Staub machen?“
„Ich muss sehen, ob ich so schnell Urlaub bekomme,“ lachte Sibylle, „ aber ich freue mich jetzt schon drauf, auf die Berge , die Hütte, die Ruhe mit dir. Hartmut, ich liebe dich.“
Er lächelte. „Ich liebe dich auch, Sibylle und ich freue mich auf  die Zeit mit dir“.
Er bestellte eine neue Flasche Wein und rückte mit seinem Stuhl neben sie.
Sie strahlte ihn wieder an und legte ihren Kopf auf seine Schulter. Mit ihm hatte sie ihr neues Glück gefunden und würde es nie wieder loslassen.